InteGREATer Duisburg rockt die Ingeborg-Drewitz-Schule in Gladbeck

Pressemitteilung der Ingeborg-Drewitz-Schule (veröffentlicht unter http://www.idg-gla.de/page,pressemitteilungen.htm):

Pressemitteilung:
„Gesamtschüler starten ein Experiment mit InteGREATer e.V.“

Anlässlich des Projekttages „Respekt und Fair-Play – wir regeln das gemeinsam“ startete die Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule ein jahrgangsübergreifendes Projekt. Hierzu luden die Beratungslehrerin Caroline Meese und die Beratungslehrer Werner Kohnen, Klaus Michalik und Oliver Görz Vertreter von InteGREATer e.V. an die Schule ein. „Ziel dieses Projekts ist es insbesondere die Wertschätzung der Einrichtung Schule aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler zu stärken und aufzuzeigen, dass Schullaufbahnen und Lebensbiographien nicht immer geradlinig verlaufen, sondern durch kleine Ereignisse und Begebenheiten eine neue Richtung nehmen können.“, so Mitinitiator und Ideengeber Oliver Görz.

In einer ersten Runde berichteten fünf ehrenamtliche InteGREATer im Pädagogischen Zentrum der IDG den Schülerinnen und Schülern der gesamten Jahrgangsstufen EF, Q1 und Q2 in kurzen Vorträgen von ihrem bisherigen Lebensweg und stellten die Intention des Vereins vor, für den sie sich jetzt ehrenamtlich engagieren. Für dieses Großprojekt, welches sonst nur in Klassenstärke durchgeführt wird, hatte sich der Regionalverband Duisburg mit Bochumer und Kölner Kräften verstärkt.

So berichtet der 24jährige Birvan Dogan Karaduman sehr ruhig, sachlich und souverän von seiner Metamorphose vom scheinbar glücklichen Klassenclown zum Spitzenschüler, dem es irgendwann bewusst wurde, dass gerade die letzten Schuljahre darüber entscheiden, wie die nächsten 30 bis 40 Berufsjahre aussehen, über seine Strategie, wie er sich von in der Schule erfolgreichen Schülerinnen und Schüler Arbeits- und Verhaltensweisen abgeschaut hat, die ihm letztendlich die Qualifikation für die Oberstufe ermöglichte, so dass er sich seinen Traum, Nanotechnologie in Duisburg zu studieren, ermöglichen konnte.

Ewa Laczkowska, heute 26 Jahre alt, lebt erst seit vier Jahren in Deutschland und schildert ihren Weg, der sehr vorbestimmt schien. Sie stammt aus einem Elternhaus, in dem ihre Eltern in naturwissenschaftlichen Berufen tätig sind, so dass auch sie mit dem Studium der Elektronik in Polen begann. „Erst eine Reise mit meinem Sporttrainer nach Deutschland öffnete mir die Augen, dass ich etwas Eigenes auf die Beine stellen wollte, etwas machen, was mich interessiert. Ich studiere nun globale und transnationale Soziologie und bin eine der erfolgreichsten Studentinnen meiner Fakultät.“, weiß sie heute überzeugt in einem nahezu perfekten Deutsch zu erzählen. Eine Geschichte mit Gänsehautatmosphäre kommt von Sinem Yabas. Die ehemalige Schülerin mit einer Hauptschulempfehlung berichtet: „die schwere Erkrankung meines Vaters hat mir die Augen dafür geöffnet, mehr aus meinem Leben zu machen“. Mit der Unterstützung ihrer Mutter hat sie sich in einer Bibliothek auf den Weg gemacht richtig lesen und schreiben zu lernen. Ein Platz in der Bibliothek ist zu ihrem Lieblingsplatz geworden, an dem sie heute regelmäßig Grundschulkindern vorliest. Sie studiert nun auf das Lehramt für Spanisch und Geschichte.

Lida Hamidi schilderte eindrucksvoll, wie ein einziges Referat sie motivierte und auf einen erfolgreichen Weg brachte, der es ihr heute ermöglicht Jura zu studieren.

Verstärkt wurde das berichtende Team noch von Dilisan Kara, die trotz einer Wiederholung der zweiten Klasse in der Grundschule einen Abschluss in der Klasse 10 von 1,0 schaffte und heute Wirtschaftspsychologie studiert und gerne den Weg des Coachings einschlagen möchte.

Nach den fünf Vorträgen hatten die Gesamtschülerinnen und -schüler in einem zweiten Block die Möglichkeiten sich in kleineren Jahrgangsgruppen persönlich mit den Experten auszutauschen. In einem abschließenden Gespräch zwischen den Beratungslehren und den InteGREATern wurde konstatiert, dass das Experiment, mit der gesamten Oberstufe der IDG dieses Projekt durchzuführen, geglückt sei und es wurde die Idee entwickelt, dass die InteGREATer im nächsten Jahr erneut vorbeischauen, um sich zu erkundigen, ob die von den Schülerinnen und Schülern individuell gesteckten Ziele erreicht wurden.“