InteGREATer an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich

 

Vor kurzem waren vier InteGREATer vom gleichnamigen Verein InteGREATer e.V. ehrenamtlich an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich und besuchten vier Schulklassen. Sie berichteten von ihrem eigenen Lebensweg, den Höhen und Tiefen, die sie prägten, und stiegen in eine rege Gruppendiskussion mit den Schülerinnen und Schülern ein.

Trotz der Anspannung aufgrund der anstehenden Klausur in der darauffolgenden Stunde, hörte die R 10 a von Frau Schumacher den InteGREATern Konstantin, Darja und Ghezal in der 3. Schulstunde aufmerksam zu. Ganz gebannt waren die Schülerinnen und Schüler von Konstantins Lebensweg, der nicht nur bereits in der Bundeswehr war, sondern auch beruflich zwei Jahre in China verbracht hatte und mittlerweile trotz fehlendem Abitur erfolgreich mitten im Masterstudiengang steht. Eine kleine Fragerunde zeigte schnell, dass die aufmerksamen Zuhörer bereits genau wussten, was sie nach ihrem anstehenden Abschluss vorhaben. Neben interessanten Ausbildungswegen standen auch das Fachabitur sowie die allgemeine Hochschulreife in Aussicht. Die 4. Schulstunde führte zur R 10 b von Herrn Koob, in der der alphabetisch gebildete Stuhlkreis erst einmal für ein bisschen Bewegung sorgte. Darja erzählte von ihrer russischen Herkunft, den sprachlichen Problemen, denen sie tagtäglich in ihren jungen Jahren begegnete, und wie sie trotzdem ihren Schulweg erfolgreich meisterte und heute in Marburg promoviert. Eindringlich motivierte sie die Schüler, an sich zu glauben und schlechte Noten nicht als endgültigen Status hinzunehmen. Sie betonte, dass es diverse Anlaufstellen gebe, und nicht zuletzt die InteGREATer, an die sie sich wenden können, wenn sie Fragen hätten. Ghezal berichtete, wie ihre Eltern als Flüchtlinge aus Afghanistan nach Deutschland kamen und sie trotz finanzieller Schwierigkeiten an ihrem Traumberuf als Zahnärztin festhielt. Trotz Sorgen und Problemen in ihrer Jugend erlebte sie einen persönlichen Wendepunkt in der Deutschstunde und gab den Schülern mit, dass jede Klausur, jedes Referat und jede neue Schulstunde ein Durchstarter werden kann und man sich nie aufgeben darf.

Am nächsten Tag besuchten Julia, Darja und Ghezal die H 9 bei Frau Glade. Obwohl es die erste Schulstunde am frühen Morgen war, sollte es nicht an der Aufmerksamkeit der kleinen Klasse mangeln. Julia erzählte von ihrem Bildungsweg und wie sie trotz einer Realschulempfehlung weitermachen wollte. Nicht zuletzt dank der Unterstützung ihrer Eltern erlangte sie das Abitur und studiert heute an der Gießener Universität. Sie sensibilisierte die Schüler für Bildung und betonte, dass sie ihr Ziel vor Augen nicht verlieren sollten. Die 2. Schulstunde führte zur R 9 von Frau Biedenkopf, in der bereits ein großer Stuhlkreis auf die InteGREATer wartete. Scheinbar hatte sich dies schon herumgesprochen. Auch in dieser Klasse wurden fehlende Motivation, Fragen über die kulturelle Identität oder persönliche Schwierigkeiten thematisiert. Ihre Berichte beendeten die InteGREATer stets mit einer Message an die Klasse. Ihnen lag es am Herzen, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, für Bildung zu sensibilisieren und zu zeigen, dass es auch andere trotz diverser Hürden in ihrem Leben geschafft haben. „Uns ist es wichtig zu zeigen, dass man oft im Leben hinfallen kann, es kommt jedoch darauf an, wie oft man aufsteht, und man muss immer einmal mehr aufstehen als man hingefallen ist!“

Die InteGREATer hoffen, dem einen oder anderen Schüler ihre Ängste genommen zu haben und wünschen allen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg in ihren Prüfungen und in ihrem weiteren Lebensweg!

 

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung vom 29.04.2015 vom InteGREATer e.V., die originale Pressemitteilung können Sie hier lesen.