Nie waren wir südlicher unterwegs zuvor – Bericht über das InteGREATer-Event am 1.6.2016 in Tegernsee

 Am Mittwoch, den 01.06.2016, hatten wir (Maxim, Frank und David von den Integreatern aus München) einen Außeneinsatz an der Offenen Ganztagsschule am Gymnasium Tegernsee.

Die verantwortliche Betreuerin Lisa Hofmann hat bei uns angefragt, ob wir eine Veranstaltung während der Nachmittagsbetreuung halten könnten. Anwesend waren aus der 5. – 7. Klasse ca. 36 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11-13 Jahren, bei der ungefähr Drittel einen Migrationshintergrund besaß. Die Kernproblematiken waren nach Aussage der Betreuerin folgende:

  • Verbale und körperliche Auseinandersetzung unter den Kindern
  • Mangelnde Unterstützung von Zuhause
  • Mangel an Motivation zu lernen

Nach Ankunft um 14:30 Uhr wurden wir erstmal herzlich empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung von den Integreatern und dem Verein fing die Veranstaltung mit einem kleinen vertrauensaufbauenden Spiel an, um sich gegenseitig besser kennenzulernen und die Stimmung etwas aufzulockern.

Anschließend wurden einige offene Fragen in die Runde gestellt, um von den Kindern und Jugendlichen zu erfahren, welchen Probleme und Herausforderungen in ihren Augen an dieser Schule herrschen. Die aufgeführten Problematiken wurden anschließend von uns Integreatern durch unsere persönliche „Geschichten“ behandelt. Im Anschluss an jede Geschichte gab es eine kleine Diskussion in der gesamten Gruppe.

Danach wurden die Jugendlichen in 3 Kleingruppen unterteilt um sich jeweils in privaterem Umfeld mit den Integreatern auszutauschen. Hier wurden 3 wichtige Themen behandelt:

  • Was ist Erfolg?
  • Was sind eure persönlichen/beruflichen/sozialen Ziele?
  • Hattet ihr persönlich bereits Erfahrungen mit Mobbing und Diskriminierung an der Schule? Wie geht ihr damit um?

Zum Schluss der Veranstaltung gab es noch ein kurzes Spiel, das einen sehr nachhaltigen und positiven Eindruck hinterlassen hat.

Fazit:

Die Mehrheit der Schüler waren von Anfang mit dabei und haben sich sehr eingebracht in die Diskussion, sowohl in der gesamten Runde als auch in den Kleingruppen. Einige, die sich nicht trauten, in Anwesenheit aller über persönliche Dinge zu sprechen, haben sehr detailliert und interessiert in der Kleingruppe mitgemacht.

Die Veranstaltung verlief im Allgemeinen sehr interaktiv und der Fokus lag eher bei den Jugendlichen und ihren Problemen als bei den Integreatern und ihren Geschichten. Diese Methode wurde auch sehr positiv aufgenommen, da wir direkten Bezug zu den Schülern genommen und keinen Frontalunterricht gehalten haben, welche auch sehr gewünscht war.

Als Fazit kann ich sagen, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war. Der größte Erfolg war, dass zum Schluss eine Schülerin auf uns zukam und sich persönlich verabschiedet und bedankt hat.

hier auch der Link zur Homepage der Schule mit einem Bericht: http://www.gymnasium-tegernsee.de/2-lernen-foerdern/226-offene-ganztagsschule-2

(Autor: David)